20. Januar 2009

Das Tomatensaft-Paradoxon

Quelle: pixelio.de

Quelle: pixelio.de

 

Es ist eines der letzen großen Rätsel der Luftfahrtgeschichte: Warum trinken Passagiere in luftiger Höhe so gern Tomatensaft?


Allein auf Flug 015 von Frankfurt nach Atlanta werden von den rund 160 Passagieren durchschnittlich 32 Büchsen Campbell’s Tomato Juice getrunken, wie in einschlägigen Foren nachzulesen ist. Warum nur? Am Boden würden wohl die wenigsten von uns auf die Idee kommen, zu dem roten Gemüsetrunk zu greifen (mal abgesehen man gönnt sich eine Bloody Mary), an Bord ist dieses Getränk aber der absolute Renner.

 

Liegt es am Elektrolytmangel in der Luft? Ändert sich unser Geschmacksempfinden mit steigendem Kabinendruck? Möchte man etwas zu sich nehmen, das sättigt ohne voll zu machen? Die Redaktion ist auf der Suche nach sachdienlichen Hinweisen für dieses Phänomen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Tags: An Bord , Humor

Kommentare (7)

  1. Franziska 12. März 2009

    mich sehr

  2. mich auch 22. März 2009

    In Canada and Mexico, tomato juice is popular mixed with beer, the concoction is known in Canada as Calgary Red-Eye and in Mexico as Cerveza preparada. Tomato juice is the base for the cocktails Bloody Mary and Bloody Caesar, and the cocktail mixer Clamato.

    Apart from the obvious use as a beverage, tomato juice’s mild acidity means that it can be used to clean up old coins or metal saucepans in much the same way as other acidic substances such as Coca Cola are used.

  3. hubert 7. April 2009

    anscheinend ist es statistisch, dass viele Menschen im Alltag nicht auf die Idee kommen Tomatensaft zu trinken, aber sobald im Flieger der Erste einen Saft bestellt, denken sich die Reihen dahinter, dass das keine schlechte Idee ist…

  4. Norbert 7. April 2009

    Ist doch klar: Wenn der Service immer schlechter und vor allem weniger wird, hat man mit Tomatensaft erst einmal etwas Sättigendes im Magen.

  5. David 7. April 2009

    Also ich denke es hat mehrere Gründe:
    1. der Nachahmer-Effekt: Weil es der Sitznachbar bestellt, denkt man sich, man probiert es auch einmal aus.
    2. die selbst-erfüllende Prophezeihung: weil es einfach zum Fliegen dazu gehört, trinkt man eben Tomatensaft und trägt somit selbst zum Mythos bei
    3. als Nahrungsergänzung: nach dem die Bordverpflegung vorallem auf Kurzstrecken bei manchen Fluglinien erheblich gekürzt wurde, eignet sich Tomatensaft hervorragend um das fade Schinken-Weckerl ein bisschen schmackhafter zu machen :-)

  6. Julia 8. April 2009

    kein Zucker, keine Kohlensäure, keine hohe Säure – und dabei geschmacksvoll. Hat so eine Gesundheits-Aura, mit der man wahrscheinlich den Strahlen-/Bakterien-/Klimaanlagen-Faktor an Bord versucht, auszugleichen… ??

  7. Karl 8. April 2009

    Beim Fliegen ist im Hintergrund seiner Gedanken immer präsent, dass man sich einem gewissen Risiko aussetzt.
    Diese Bereitschaft zum Risiko führt automatisch zur Auswahl des Tomatensafts, denn nichts macht schönere Flecken auf der Krawatte als eben dieser…

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