Die Flotte der Austrian Airlines Group kennt ihr nun schon. Auch haben wir in unserem Flotten-Special berichtet, wie ein neues Flugzeug gekauft wird. Doch wie werden Flugzeuge gewartet? Für euch haben wir mit den Kollegen von Austrian Technik gesprochen und nachgefragt.
Die Wartung eines Flugzeuges
Ein Flugzeug muss ganz schön viele Checks und Tests bestehen. Und das laufend. Unser Kollege der Wartungsorganisation hat uns im Gespräch alles über A-Checks, C-Checks, D-Checks sowie Daily und Preflight-Checks erklärt: „Vor dem Flug gibt es den Preflight Check. Und nach jedem Flug machen Techniker und Piloten einen Rundgang und prüfen das Flugzeug auf äußere Beschädigungen. Das ist der sogenannte Daily Check.“
„Beim A-Check wird das Flugzeug in der Nachtstandzeit im Hangar von ca. 5-10 Leuten anhand von Arbeitspaketen kontrolliert und gewartet“, erklärt unser Kollege von der Wartung. Der A-Check ist eine Art Service fürs Flugzeug und erfolgt ein Mal monatlich. 
Der C-Check ist sehr viel aufwändiger und speziell auf den Flugzeugtypen angepasst. Je nach Maschine kommt es alle 1-3 Jahre zu diesem Jahres-Check. Die Black Box – in diesen Fall tatsächlich eine Black Box J – zeigt den Technikern alle Aufzeichnungen von gespeicherten Fehlern. Diese Daten werden ausgewertet und dienen der System-Verbesserung und Reparatur.

Last but not least kommt der D-Check. Unsere Kollegen nennen diese Wartung auch Heavy Maintenance. „Hier kontrollieren wir die Maschine wirklich bis ins letzte Detail, Zellen werden abgebeizt und kontrolliert, sowie das gesamte Interieur ausgebaut.“ Der D-Check nimmt etwa 2-4 Wochen in Anspruch und wird alle 4-6 Jahre durchgeführt.
Wartung und Reparaturen im Ausland
Kommt es zu einem technischen Problem im Ausland haben wir in fast allen Destinationen auch eine Austrian Station mit einem Austrian Techniker. Ist dies nicht der Fall, fliegt ein Technik-Team an diese Destination um den Schaden zu reparieren.
Reparaturen gehen anhand der Vorschriften der EASA(Europäische Agentur für Flugsicherheit) von statten. Und auch der Hersteller wird im Bedarfsfall zu Rate gezogen.
Auch eurer Frage, ob ein Flugzeug einen „Zulassungsschein“ hat, sind wir nachgegangen und die Antwort ist: „Ja, auch Flugzeuge haben einen Zulassungsschein. Die Zertifikate bestätigen, dass das Flugzeug gecheckt ist. Die Papiere sind immer an Bord, sonst darf das Flugzeug bei einer Kontrolle nicht starten.“
Wohin fliegen wir?
Das Flugzeug ist also gecheckt und startklar. Und wohin fliegen wir? Das wissen die Kollegen von der Netzplanung. Auch wenn eine Flugstrecke 365 Tage vor Abflug feststeht, ist der Austrian Flugplan flexibel. Wie das geht und was die Netzplanung alles macht, verraten wir euch im 4. Teil unseres redblog Specials zum Flottenmanagement der Austrian Airlines Group.
Tags: flotte
Deshalb vertraue ich der AUA schon seit 26 jahren weiter so …………Alles Gute für die Zukunft man siehst sich an Bord…:-)
Danke für das tolle Feedback, das freut uns sehr!
Ist das Durchschnittsalter der Flotte bei der AUA nicht ein wenig hoch , z.B. Fokker ,was ich weiss gibt es die Firma Fokker seit 1996 nicht mehr, ich bin viel in Südamerika unterwegs dort werden die meisten Fokker mit Flugzeugen von Airbus oder von Embraer ausgetauscht .
Ist ein neues Flugzeug nicht wirtschaftlicher ???
Hey, danke für dein Interesse. Unsere Flottenplanung orientiert sich immer an Wirtschaftlichkeit und Bedarf. Wenn es Neuigkeiten dazu gibt, werden wir euch natürlich informieren.
@ diginternational:
Fokker ansich gibt es nicht mehr, im Internet gibt es eine Homepage der Firma rekkoF, welche sozusagen der Nachfolgebetrieb der Fokkerwerke ist. offiziell wäre man fähig, Flieger zu bauen. Die Frage ist nur, ob und wielang das gilt, denn diese Maschinen sind genial. Ich hoffe, dass die AUA das Angebot dieses Betriebes mal ansieht und sich vielleicht für die neuen Fokker begeistern kann, diese Dinger sind ja wohl ein Klassiker, wäre schade wenn sie verloren gehen würden. LG!
PS: hier der Link: http://rekkof.nl/index.html
NG Aircraft wenn’s stimmt.
@ Markus: ich stimme voll zu
“Ich hoffe, dass die AUA das Angebot dieses Betriebes mal ansieht und sich vielleicht für die neuen Fokker begeistern kann, diese Dinger sind ja wohl ein Klassiker, wäre schade wenn sie verloren gehen würden. “