03. November 2011

Die Flotte der Austrian Airlines Group: Fokker

Tolle Performance: Fokker-Experte Ernst Höfler erzählt uns in unserem Flotten-Special welche besonderen Eigenschaften die Fokker Flugzeuge besitzen und welche Vorteile sich dadurch ergeben. Außerdem erfahrt ihr hier warum die Fokker 100 ein Jahr lang unsere heimischen Ski-Stars zum Lächeln brachte.

 

Modern und eine besondere Performance

 

“Unsere Fokker ist ein modernes Verkehrsflugzeug, das seiner Zeit zum Zeitpunkt ihres Designs weit voraus war. Fokker Flugzeuge wurde damals bereits mit der Technologie der heutigen Airbusgeneration gebaut”, erzählt uns Kapitän und Flottenchef der Fokker 70 und 100 Ernst Höfler. Zur Flotte der Austrian Airlines Group gehören 9 Stück der Fokker 70 und 15 Stück der Fokker 100.

 

Fokker 100

“Unsere Fokker, speziell unsere Fokker 70, besitzt besondere Performance Eigenschaften, welche Starts und Landungen auf kurzen Pisten, oder auf Flughäfen in gebirgigem Gelände ermöglichen. Dies gibt uns die Möglichkeit kleine Flughäfen wie Florenz oder Alternrhein anzufliegen.
Auch das sogenannte Steep Approach System ist eine Besonderheit, welche die Fokker gegenüber den anderen Flugzeugen hervorhebt. Dieses System erlaubt Anflüge steiler als mit einem herkömmlichen Gleitwinkel von 3°. Solche Anflüge kommen nur in Gebieten zum Einsatz, in denen man aus größeren Höhen bis zur Landung in einem steilen Winkel nach unten fliegen muss. Zum Beispiel Talkessel oder auch extrem Lärmsensible Gegenden.

 

Ein Beispiel dafür ist der Airport in Mitten von London, genannt London City. Hier ist man gezwungen einen Anflug mit einem Anflugwinkel von 5,5° zu machen. Dies ist schon recht steil. Auf solche Anflüge ist unsere Fokker mit ihrem ‘Steep Approach System’ ausgelegt.”

 

Fokker 70

London City (siehe: Der letzte Flug nach London City) wurde von uns zwischen 2008 und 2009 angeflogen. Hierfür wurde ein eigenes Trainings erstellt, welches die Piloten auf die Besonderheiten des Flughafens London City einschulen sollte.

“Das praktische Training für unsere Crews fand anschließend am Militärflugplatz Zeltweg statt, wo es das einzige Anflugverfahren in Österreich mit einem Winkel von 5° gibt, dass es uns ermöglichte, die Anflüge in London City zu simulieren”, berichtet uns Cheffluglehrer Capt. Martin Gneist. Für ihn war der letzte Flug nach London City im Jahr 2009 ein besonders emotionales Erlebnis. Davon wird uns Martin Gneist in einer der nächsten Blogstories berichten – seid gespannt.

 

 

Heimische Schi-Stars auf der Fokker 100

 

Bitte Lächeln! Im November 2010 bekam die Fokker 100 mit dem Kennzeichen OE-LVM einen besonderen Look: Unsere heimischen Wintersport-Asse mit ihrem schönsten Lächeln! :)

Doris Günther, Gregor Schlierenzauer, Christoph Sumann, Elisabeth Görgl und Benjamin Raich warben so gemeinsam mit Austrian Airlines zwölf Monate lang für den österreichischen Wintersport. Das Video von der Verwandlung der Fokker 100 in das ÖSV-Design seht ihr hier . Übrigens: die Bemalung der Fokker 100 könnt ihr auf jeden Fall noch bis Ende Dezember bewundern ;) .

Der Name des ÖSV-Fliegers lautet Krasnodar und ist im Liniendienst auf Europastrecken und in Österreich unterwegs.

 

 

 

 

 

Tags: flotte , Fokker 100 , Fokker 70

Kommentare (3)

  1. Emil 17. November 2011

    Schöner Artikel. Ich glaube Austrian Arrows hält den Rekord für längste Strecke mit einer Fokker 70: Wien – Sotschi, Russland (VIE-AER für die IATA Nerds).

  2. Markus 19. November 2011

    Ich weiß, ich nerve, aber diese Maschinen müssen doch in Zukunft iwie wieder beschaffbar sein!! :)
    Gedenkt Aua die aktuellen Fokker zu behalten?? bzw dann auch mit Fokker (sofern möglich) neu nachzurüsten? (Habe mal einen LInk gepostet, kann aber leider nicht beurteilen, was daran korrekt ist und ob es dieses Unternehmen tatsächlich gibt…. )
    Eine Frage hätte ich aber: Gibt es zwischen Embraer und Fokker (E175/175 bzw 190/195) sehr gravierende UNterschiede? Wenn ja, welches Flugzeug wäre für die AUA im Falle einer Neuanschaffung heute kostengünstiger? (Insgesamt gesehen?)
    LG!!

  3. AustrianAirlinesAG 6. Dezember 2011

    Lieber Markus, zu den Unterschieden können wir dir folgendes sagen: Grundsätzlich sind die neuere Modelle, zu denen die Embraer Gruppe zu zählen ist, sparsamer. Die Triebwerke sind eine völlig neuere Generation, und dementsprechend sparsam. Auch die Materialien sind insgesamt gesehen leichter, und sparen deshalb auch wieder an Treibstoff. Was die Performance betrifft, liegt die der Embraer Flugzeuge etwas hinter der Fokker. Also starten und landen auf extrem kurzen Pisten ist mit diesen Flugzeugen schwerer möglich, und wenn dann nur mit deutlichen Einbußen beim Abfluggewicht. Was die Ausrüstung, sprich Navigation etc. betrifft, besteht kaum ein Unterschied zur Fokker. Diese neuen Flugzeuge können diesbezüglich auch nicht mehr, und haben die gleichen Wettergrenzen wie die Fokker. Die Fokker ist allerdings bequemer für die Passagiere – zum Beispiel ist der Innenraum größer. Wir hoffen, wir konnten dir damit weiterhelfen. :)

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